Physiotherapie
11 spezialisierte Behandlungsmethoden — von der klassischen Krankengymnastik bis zur Osteopathie. Unser Team aus 10 Therapeuten findet die richtige Therapie für Sie.
Unsere Behandlungsmethoden
Alle Leistungen auf ärztliche Verordnung. Wir behandeln gesetzlich und privat Versicherte.

Sanfte Handgriffe für mehr Beweglichkeit
Manuelle Therapie
Die Manuelle Therapie ist eine spezialisierte Behandlungstechnik, bei der unsere Therapeuten mit gezielten Handgriffen Funktionsstörungen des Bewegungsapparates untersuchen und behandeln. Durch mobilisierende und stabilisierende Techniken an Gelenken, Muskeln und Nerven werden Blockaden gelöst und die natürliche Beweglichkeit wiederhergestellt.
Hintergrund
Die Manuelle Therapie hat ihre Wurzeln in der Osteopathie und Chiropraktik und wurde im 20. Jahrhundert zu einer eigenständigen physiotherapeutischen Spezialdisziplin weiterentwickelt. Therapeuten absolvieren eine umfangreiche Zusatzausbildung (mindestens 260 Stunden), um die komplexen Zusammenhänge zwischen Gelenkmechanik, Muskulatur und Nervensystem zu verstehen und gezielt zu behandeln.
Wirkung & Effekte
- Lösung von Gelenkblockaden in Wirbelsäule und peripheren Gelenken
- Schmerzlinderung durch Mobilisation und Detonisierung
- Wiederherstellung der vollen Gelenkbeweglichkeit
- Verbesserung der Koordination zwischen Gelenken und Muskulatur
Typische Indikationen
- Rückenschmerzen und Bandscheibenprobleme
- Nackenverspannungen und Kopfschmerzen
- Gelenksteifigkeit nach Verletzungen oder Operationen
- Chronische Schmerzsyndrome des Bewegungsapparates

Gezielte Übungen für Kraft und Beweglichkeit
Krankengymnastik
Krankengymnastik ist das Herzstück der Physiotherapie. Unsere Therapeuten erstellen für Sie ein individuelles Übungsprogramm, das exakt auf Ihre Beschwerden, Ihre Ziele und Ihren aktuellen Leistungsstand abgestimmt ist. Von der ersten Mobilisation nach einer Operation bis zur Rückkehr in den Sport — wir begleiten Sie auf jedem Schritt.
Hintergrund
Die Krankengymnastik — international als „Physiotherapy“ bekannt — ist die am häufigsten verordnete Heilmittelleistung in Deutschland. Sie basiert auf medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnissen über Bewegung, Belastung und Anpassung des menschlichen Körpers. Jede Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Befund, aus dem der Therapeut ein maßgeschneidertes Behandlungs- und Übungsprogramm entwickelt.
Wirkung & Effekte
- Aufbau und Kräftigung geschwächter Muskulatur
- Verbesserung von Beweglichkeit, Koordination und Gleichgewicht
- Schmerzreduktion durch aktive und passive Techniken
- Schulung von Alltagsbewegungen und Haltungskorrektur
Typische Indikationen
- Postoperative Rehabilitation (Knie, Hüfte, Schulter)
- Rückenschmerzen und Haltungsschwächen
- Sportverletzungen und Überlastungssyndrome
- Altersbedingter Muskelabbau und Sturzprophylaxe

Medizinisches Training an Spezialgeräten
Gerätegestützte Krankengymnastik
Die gerätegestützte Krankengymnastik (KG-Gerät) verbindet therapeutisches Fachwissen mit modernen Trainingsgeräten. Selbstzahler und Privatpatienten trainieren auf unserer großzügigen Trainingsfläche mit direktem Zugang zum EGYM-Trainingspark — individuell dosiert und auf Ihr Beschwerdebild abgestimmt. Für Kassenpatienten steht ein gesondert ausgestatteter KGG-Raum in unseren Praxisräumen zur Verfügung.
Hintergrund
KG-Gerät ist eine Kassenleistung, die als Gruppen- oder Einzeltherapie verordnet werden kann. Sie eignet sich besonders für den Übergang von der passiven Therapie zum aktiven Training. Die Kombination aus therapeutischer Expertise und gezieltem Gerätetraining beschleunigt die Rehabilitation nachweislich und senkt die Rückfallquote deutlich.
Wirkung & Effekte
- Gezielter Muskelaufbau unter therapeutischer Kontrolle
- Verbesserung der Muskelausdauer und Belastbarkeit
- Stabilisierung von Gelenken nach Verletzungen
- Nahtloser Übergang von Therapie zu Eigentraining
Typische Indikationen
- Rehabilitation nach Knie-/Hüft-OP
- Chronische Rückenbeschwerden
- Muskuläre Dysbalancen und Haltungsschwächen
- Aufbautraining nach längerer Immobilisation

Sanfte Entstauung bei Schwellungen
Manuelle Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage ist eine äußerst sanfte, rhythmische Massagetechnik, die den Abtransport von Gewebeflüssigkeit über das Lymphsystem anregt. Mit speziellen Griffen — kreisend, pumpend, schöpfend — wird die Lymphe in Richtung der Lymphknoten geleitet und Schwellungen werden effektiv reduziert.
Hintergrund
Die Technik wurde in den 1930er Jahren von Dr. Emil Vodder entwickelt und ist heute eine der wichtigsten Therapieformen in der Nachsorge von Operationen und Krebsbehandlungen. Unsere Therapeuten beherrschen sowohl die Entstauungsphase als auch die anschließende Erhaltungstherapie — bei Bedarf ergänzt durch Kompressionsverbände.
Wirkung & Effekte
- Reduktion von Schwellungen und Ödemen
- Schmerzlinderung durch Druckentlastung im Gewebe
- Förderung der Wundheilung nach Operationen
- Stärkung des Immunsystems durch Aktivierung der Lymphknoten
Typische Indikationen
- Postoperative Schwellungen (Knie, Schulter, Sprunggelenk)
- Lymphödem nach Brustkrebs-Operation
- Chronische Venenschwäche und schwere Beine
- Sportverletzungen mit Schwellungsneigung

Therapeutische Massage bei Verspannungen
Klassische Massagetherapie
Die klassische Massagetherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit und ist weit mehr als Wellness: Durch gezielte Griffe — Streichungen, Knetungen, Reibungen, Klopfungen und Vibrationen — werden Verspannungen gelöst, die Durchblutung gefördert und Schmerzen gelindert. Im VITARIUM wird die Massage als therapeutisches Mittel eingesetzt, individuell auf Ihren Befund abgestimmt.
Hintergrund
Die klassische Massage geht auf Pehr Henrik Ling (1776–1839) zurück und wurde im 19. Jahrhundert systematisiert. Als Heilmittel wird sie vom Arzt verordnet und gezielt bei muskulären Beschwerden eingesetzt. Anders als eine Wellness-Massage folgt die therapeutische Massage einem klaren Behandlungsplan mit definierten Zielen.
Wirkung & Effekte
- Lösung von muskulären Verspannungen und Verhärtungen
- Verbesserung der lokalen Durchblutung
- Schmerzlinderung über das Gate-Control-System
- Senkung des Muskeltonus und vegetative Entspannung
Typische Indikationen
- Chronische Nacken- und Schulterverspannungen
- Muskelkater und Überbelastung (Sport)
- Spannungskopfschmerzen
- Begleittherapie bei Rückenschmerzen

Ganzheitlich spüren, gezielt behandeln
Osteopathie
Die Osteopathie betrachtet den Körper als Einheit: Knochen, Muskeln, Faszien, Organe und das Nervensystem stehen in ständiger Wechselwirkung. Unsere osteopathisch ausgebildete Praxisleiterin Gitta Plambeck erspürt mit ihren Händen Spannungen und Bewegungseinschränkungen im gesamten Körper und behandelt die Ursache — nicht nur das Symptom.
Hintergrund
Die Osteopathie wurde 1874 von Dr. Andrew Taylor Still in den USA begründet. Sie unterscheidet drei Bereiche: den parietalen (Bewegungsapparat), den viszeralen (Organe) und den craniosacralen (Schädel-Kreuzbein-System). Eine vollständige osteopathische Ausbildung umfasst mindestens 1.350 Stunden und befähigt den Therapeuten, Zusammenhänge zu erkennen, die in der klassischen Medizin oft übersehen werden.
Wirkung & Effekte
- Erkennung und Behandlung versteckter Ursachen
- Lösung von Blockaden im gesamten Körper
- Verbesserung der Organ- und Gewebemobilität
- Harmonisierung des vegetativen Nervensystems
Typische Indikationen
- Chronische Schmerzen ohne klare Ursache
- Verdauungsbeschwerden mit muskulärer Komponente
- Migräne und chronische Kopfschmerzen
- Kiefergelenksprobleme und Tinnitus

Wenn der Kiefer den Körper beeinflusst
Kiefergelenkstherapie (CMD)
Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) beschreibt eine Fehlregulation des Kausystems — mit weitreichenden Folgen für den ganzen Körper. Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Ohrgeräusche und sogar Schwindel können ihren Ursprung im Kiefergelenk haben. Unsere CMD-Spezialisten arbeiten eng mit Zahnärzten und Kieferorthopäden zusammen.
Hintergrund
CMD betrifft schätzungsweise 8% der Bevölkerung mit behandlungsbedürftigen Symptomen. Die Therapie erfordert spezielle Kenntnisse über die komplexe Anatomie des Kiefergelenks und seiner Verbindungen zur Halswirbelsäule. Häufig wird die CMD-Therapie kombiniert mit einer Aufbissschiene vom Zahnarzt — die Physiotherapie behandelt die muskuläre und fasziale Komponente.
Wirkung & Effekte
- Linderung von Kieferschmerzen und Zähneknirschen
- Reduktion von Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen
- Verbesserung der Kieferöffnung und Kaufunktion
- Entspannung der Kau- und Nackenmuskulatur
Typische Indikationen
- Kiefergelenkknacken oder -schmerzen
- Zähneknirschen (Bruxismus) und Kieferpressen
- Kopf- und Gesichtsschmerzen ungeklärter Ursache
- Ohrgeräusche (Tinnitus) mit muskulärer Beteiligung

Bewegungsmuster neu programmieren
PNF-Therapie
PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation — eine hocheffektive Therapiemethode, die über gezielte Reize das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskeln verbessert. Durch dreidimensionale Bewegungsmuster, die natürlichen Alltagsbewegungen nachempfunden sind, werden Kraft, Koordination und Beweglichkeit gleichzeitig trainiert.
Hintergrund
PNF wurde in den 1940er Jahren von Dr. Herman Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Die Methode nutzt die Erkenntnis, dass unser Gehirn nicht einzelne Muskeln steuert, sondern komplexe Bewegungsmuster. Durch gezielte Berührung, Widerstand und verbale Kommandos werden diese Muster aktiviert und neu gebahnt — besonders wirksam nach neurologischen Erkrankungen.
Wirkung & Effekte
- Verbesserung der Muskelkoordination und -ansteuerung
- Steigerung von Kraft und Ausdauer in funktionellen Mustern
- Wiederherstellung natürlicher Bewegungsabläufe
- Förderung der Propriozeption (Körperwahrnehmung)
Typische Indikationen
- Rehabilitation nach Schlaganfall
- Multiple Sklerose und Parkinson
- Koordinationsstörungen nach Verletzungen
- Gangstörungen und Gleichgewichtsprobleme

Neurologische Rehabilitation auf höchstem Niveau
Bobath-Therapie
Die Bobath-Therapie ist das führende Konzept in der neurologischen Rehabilitation. Sie hilft Menschen nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder anderen neurologischen Erkrankungen, verlorene Bewegungsfähigkeiten wiederzuerlangen. Das Besondere: Die Therapie nutzt die Neuroplastizität des Gehirns — seine Fähigkeit, sich umzuorganisieren und neue Nervenbahnen zu bilden.
Hintergrund
Das Ehepaar Dr. Karel und Berta Bobath entwickelte dieses Konzept in den 1940er Jahren in London. Der Grundgedanke: Das Gehirn ist lernfähig — auch nach schweren Schädigungen. Durch gezielte Stimulation, Lagerung und Bewegungsanbahnung werden normale Bewegungsmuster gefördert und krankhafte Muster gehemmt. Die Bobath-Zertifizierung erfordert eine intensive Zusatzausbildung.
Wirkung & Effekte
- Wiederherstellung normaler Bewegungsmuster nach Schlaganfall
- Reduktion von Spastik und pathologischen Reflexen
- Verbesserung von Gleichgewicht und Gangsicherheit
- Steigerung der Selbstständigkeit im Alltag
Typische Indikationen
- Schlaganfall (Hemiparese/-plegie)
- Multiple Sklerose
- Schädel-Hirn-Trauma
- Morbus Parkinson und andere neurologische Erkrankungen

Das Bindegewebe als Schlüssel zur Schmerzfreiheit
Faszientherapie
Faszien — das netzartige Bindegewebe, das Muskeln, Organe und Knochen umhüllt — rücken zunehmend in den Fokus der modernen Medizin. Verklebte oder verhärtete Faszien können Schmerzen auslösen, die Beweglichkeit einschränken und die Leistungsfähigkeit mindern. Unsere Faszientherapeuten lösen diese Verklebungen mit speziellen manuellen Techniken und gezieltem Training.
Hintergrund
Die Faszienforschung hat in den letzten 15 Jahren eine Revolution erlebt. Wissenschaftler wie Robert Schleip haben nachgewiesen, dass Faszien weit mehr sind als passive Hüllen — sie enthalten Millionen von Nervenendigungen und spielen eine aktive Rolle bei Bewegung, Kraftübertragung und Schmerzwahrnehmung. Die Faszientherapie kombiniert manuelle Techniken mit spezifischen Übungen zur Regeneration des Bindegewebes.
Wirkung & Effekte
- Lösung von faszialen Verklebungen und Verhärtungen
- Verbesserung der Gewebeelastizität und Gleitfähigkeit
- Schmerzlinderung bei myofaszialen Schmerzsyndromen
- Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit
Typische Indikationen
- Myofasziale Schmerzsyndrome und Triggerpunkte
- Plantarfasziitis (Fersenschmerzen)
- Eingeschränkte Beweglichkeit trotz gesunder Gelenke
- Chronische Rücken- und Nackenschmerzen

Sanfte Wirbelkorrektur in Bewegung
Dorn-Therapie
Die Dorn-Therapie ist eine sanfte, manuelle Methode zur Korrektur von Fehlstellungen der Wirbelsäule und Gelenke. Das Besondere: Die Korrektur erfolgt während der Patient aktiv mitarbeitet — durch Pendelbewegungen von Arm oder Bein wird die Muskulatur entspannt und der Therapeut kann Wirbel und Gelenke schonend in ihre natürliche Position zurückführen.
Hintergrund
Dieter Dorn, ein Allgäuer Landwirt und Heilpraktiker, entwickelte die Methode in den 1970er Jahren. Im Gegensatz zur Chiropraktik arbeitet die Dorn-Therapie ohne ruckartige Impulse — die Korrektur geschieht dynamisch und unter Mitarbeit des Patienten. Häufig wird die Dorn-Therapie mit der Breuss-Massage kombiniert, einer sanften Rückenmassage mit Johanniskrautöl.
Wirkung & Effekte
- Sanfte Korrektur von Wirbelfehlstellungen
- Ausgleich von Beinlängenunterschieden
- Lösung funktioneller Beckenschiefstände
- Schmerzlinderung ohne ruckartige Manipulation
Typische Indikationen
- Rückenschmerzen mit Wirbelblockaden
- Funktionelle Beinlängendifferenz
- Beckenschiefstand
- ISG-Blockaden (Iliosakralgelenk)
So läuft Ihre Behandlung ab
Verordnung mitbringen
Vereinbaren Sie einen Termin und bringen Sie Ihre ärztliche Verordnung mit.
Erstbefund
Wir nehmen uns Zeit für eine ausführliche Anamnese und Befunderhebung.
Behandlung
Individuell abgestimmte Therapie durch erfahrene, spezialisierte Physiotherapeuten.
Eigentraining
Sie erhalten ein Übungsprogramm und können direkt in unserem EGYM-Studio weitertrainieren.
Termin vereinbaren
Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Bitte halten Sie Ihre ärztliche Verordnung bereit.